Geschichte leben. Loftwohnen und -arbeiten.

1835 Gründung der Mechanischen Hanfspinnerei durch den Emmendinger Kaufmann Carl Helbing. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich das Unternehmen zum größten Industriebetrieb der Stadt mit über 100 Mitarbeitern.

Ab 1884 wird auch Jute verarbeitet und drei Jahre später wendet man sich der in Süd- und Ostasien ausgebauten Ramie-Pflanze zu. Entwickelt werden ein chemisches Verfahren sowie spezielle Spinnmaschinen zur wirtschaftlichen Ramieverarbeitung. Mit der Herstellung von Glühstrümpfen für Gasleuchten, Garne für Luftschiffe, Kabelisolierungen, Bindfäden und Textilien aller Art erlangt das Unternehmen
Weltgeltung.

1889 Aus der Mechanischen Hanfspinnerei geht die Erste Deutsche Ramie-Gesellschaft hervor (später Ramie AG), die sich nach dem Ersten Weltkrieg zum wichtigsten industriellen Großbetrieb in der Stadt mit zeitweise bis zu 3.000 Mitarbeitern entwickelt.

1914 85 % der Glühstrümpfe für Gaslampen werden aus Ramie-Garn hergestellt.

1925 setzt die „Erste deutsche Ramie AG“ eine Turbine am Mühlbach in Betrieb.

Ab 1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt sich das Unternehmen wieder zu einem der größten im Landkreis Emmendingen. Doch der Standort spürt die Folgen der beginnenden Globalisierung und ist der Billigkonkurrenz aus Osteuropa und Fernost auf Dauer nicht gewachsen.

Ende 2002 stellt die Ramie-Seiler AG die Produktion in Emmendingen ein.